Das Mikrobiom

Die gesamtheit aller mikroorganismen

Das Mikrobiom ist die Gesamtheit aller Bakterien, Viren und Pilze auf und in unserem Körper. Die körperliche und auch geistige Gesundheit eines Menschen sind abhängig von einem gesunden Mikrobiom. 

 

Wir leben in einem Zeitalter das Bakterien, Viren und Pilze großteils feindlich ansieht. Diese Auffassung nahm ihren Ursprung um 1878 als Louis Pasteur, ein französischer Naturwissenschaftler, die Welt darauf aufmerksam machte das äußere Einflüsse für Erkrankungen verantwortlich sein könnten. Im Kampf gegen diese Feinde von Außen entwickelten sich Impfungen und Antibiotika. Doch unser Körper braucht bestimmte Mikroorganismen und ist ohne nicht überlebensfähig. 


Diese Mikroorganismen sitzen unter anderem in unserem Darm, auf unserer Haut und Schleimhaut und schützt uns nicht nur vor krankheitserregenden Bakterien, Viren und Pilzen. Es steuert außerdem unser Immunsystem, unseren Metabolismus und nimmt maßgeblich Einfluss auf unsere Stimmung. 

Antibiotika und Co. die aus dem Zeitalter des Kampfes gegen Erreger entstanden sind, sind notwendig und wichtig für die Krankheitsbekämpfung, jedoch sollten sie nicht im Übermaß verwendet werden. Die übermäßige Verwendung von Antibiotika, antimikrobiellen Hygienemaßnahmen und ähnlichem kann zu einer Störung des gesunden Mikrobioms des Menschen führen.

Die Folgen sind möglicherweise Übergewicht, Abgeschlagenheit, eine niedrige Stresstoleranz, Nahrungsmittelintoleranzen und auch viele Krankheiten werden mit einem unausgeglichenen Mikrobiom in Zusammenhang gebracht. 

Was kann man also tun um sein Mikrobiom positiv zu beeinflussen?

Auf Grund der übermäßigen negativen Auswirkungen von Antibiotika auf das Mikrobiom ist es wichtig die Verwendung von Antibiotika auf ein Minimum zu reduzieren. Auch die Verwendung von Produkten die antimikrobiell, antibakteriell, -viral oder -fungal wirken; wie z.B. Handseifen, Putzmittel usw. sollten soweit als möglich eingeschränkt werden. 

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Der Hauptanteil des Mikrobioms sitzt in unserem Darm von wo aus er unser Immunsystem, unsere Verdauung, unseren Metabolismus und so einiges mehr steuert. Daher ist es auch besonders wichtig auf seine Ernährung zu achten. Zucker, Weizen, Alkohol und Milchprodukte wirken sich negativ auf die positiven, gesundheitsfördernden Bakterien aus. Hingegen wirken sich besonders fermentierte Lebensmittel wie z.B. Sauerkraut äußerst positiv auf die Bakterien aus die wir wollen und brauchen. Weitere Lebensmittel die gesundheitsfördernd auf unser Mikrobiom wirken sind Artischocken, Knoblauch, Zwiebel, Lauch, sowie alle faserreichen Gemüsesorten. 

 

Genügend Schlaf, bewusste Atmung und ausreichend moderate Bewegung, aber auch Waldspaziergänge und Gartenarbeit wirken sich positiv auf ein gesundheitsförderndes Mikrobiom aus. 

Ein weiterer Punkt der sich stark auf unser Mikrobiom auswirkt ist Stress, bzw. unser emotionales Befinden.

 

Daher sollte man sich immer um genügend Schlaf, sowie Entspannung bemühen. Der Grund dafür liegt in der Verbindung zwischen Darm und Hirn über den Vagus Nerv. Dieser leitet Reize aus dem Darm direkt ans Gehirn weiter und umgekehrt. Sowie Stress und Ärger unseren sensiblen Darm negativ beeinflussen können, kann auch eine negative Mikrobiomzusammensetzung sich unangenehm auf unser emotionales Befinden auswirken. Andererseits können positive Bakterien Serotonin, ein Glückshormon, produzieren und somit unsere Emotionen positiv beeinflussen. 


Auch Toxine können sich negativ auf unser Mikrobiom auswirken, aus diesem Grund sind regelmäßige Detoxanwendungen äußerst positiv für unseren Körper einzuschätzen. Toxine können über verschiedenste Wege in unseren Körper eindringen. Schlechte Lebensgewohnheiten, wie Fast Food, Rauchen und die Arbeit mit Chemikalien können sich negativ auf unser Mikrobiom auswirken. Daher ist es ratsam sich Toxinen nicht auszusetzen soweit das möglich ist. 

 

Was kann ich tun um meinem Kind ein gesundes Mikrobiom mitzugeben?

Die Wissenschaft setzt Kaiserschnittgeburten und Autoimmunkrankheiten sowie chronische Krankheiten mittlerweile in Verbindung. Bei einer vaginalen Geburt kommt das Kind mit dem Mikrobiom der Mutter über den Vaginalschleim in Kontakt. Dieser beeinhaltet gleich von Beginn die notwendigen Bakterien die das Kind braucht um die Muttermilch gut verstoffwechseln zu können und auch um das eigene Immunsystem aufbauen zu können. 

 

 

Kinder die per Kaiserschnitt zur Welt kommen sollten direkt nach der Geburt mit Vaginalschleim der Mutter in Kontakt kommen. Auch wenn diese Praktik ein wenig eigenartig wirkt, ist das die einzige Möglichkeit dem Kind ausreichend von dem notwendigen Mikrobiom mitzugeben. Hierzu ist es am effektivsten dem Kind etwas von dem Schleim ins Gesicht bzw. in den Mund zu geben. Wem diese Vorgehensweise zu extrem ist kann auch etwas von dem Vaginalschleim auf die Brustwarzen geben vor dem ersten Stillen. Diese Anwendung wird, soweit ich weiß, nur bei der Geburt empfohlen, danach gibt es andere Möglichkeiten das Mikrobiom des Kindes zu unterstützen. 

Daher gilt dass vaginale Geburt einem Kaiserschnitt in Bezug auf die mikrobielle Gesundheit des Kindes vorzuziehen ist und auch Muttermilch ist günstiger für die positive Entwicklung des Mikrobioms als Säuglingsmilch auf Kuhmilchbasis. 

 

Größere Kinder sollte man regelmäßig in der Natur spielen lassen und auch mit Erde und natürlichem Dreck in Verbindung kommen lassen, denn dieser ist voll gesundheitsfördernder Mikroorganismen. 

 

Falls du den Verdacht hast, dass dein Kind oder du über kein gesundheitsförderndes Mikrobiom verfügt kannst du mich gerne für eine kinesiologische Sitzung kontaktieren. 

Eine kinesiologische Beratung ersetzt keinen Psychotherapeuten- oder Arztbesuch und keine Beratung durch eine Hebamme und ist nicht als solcher zu verstehen.  

Eine Doula ersetzt keine Hebamme oder sonstiges medizinisches Personal.

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